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Yin und Yang, oder doch unnötig?: Warum wir Theorie und Praxis miteinander verbinden

12.08.2025 | Bunta News

Egal, ob du die Berufsreife, die Mittlere Reife, oder das (Fach-)Abitur erworben hast – je nachdem, was deine beruflichen Ziele und Wünsche sind, bietet dir eine Ausbildung diverse Vorteile. So schwärmen viele Auszubildende beispielsweise von ihrem Berufseinstieg in jungen Jahren und von der intensiven Praxiserfahrung ab Tag 1.

Unsere bunta bietet verschiedene Ausbildungen in den Bereichen Gesundheit und Soziales an. Im Gesundheitsbereich hast du die Wahl zwischen den Ausbildungsgängen Ergotherapie und Pflegefachfrau*mann. Im Sozialbereich umfasst unser Portfolio die Ausbildungsgänge Kinderpflege, Sozialassistenz, Erzieher*in und Heilerziehungspflege.

Doch die bunta ist kein Ausbildungsbetrieb per se – wir sind eine Schule. Dementsprechend erwartet dich unter anderem auch Theorie, Lehre und Wissenschaft. Aber geht das denn? Können theoretische Ausbildungen für praxisintensive Berufe überhaupt funktionieren?

Das ist eine berechtigte Frage und unsere Antwort ist ganz klar: Ja!

Unsere Ausbildungsgänge haben alle etwas gemeinsam: Nach erfolgreichem Abschluss arbeitest du mit größter Wahrscheinlichkeit eng mit Menschen zusammen. Diese Menschen sind deine Klient*innen, Patient*innen sowie Angehörige, Kolleg*innen, andere Berufsgruppen…Hierbei übernimmst du immer ein gewisses Maß an Verantwortung. Vielleicht arbeitest du mit medizinischen Equipment, oder du wirst mit emotional herausfordernden Situationen konfrontiert.

Daher ist es uns wichtig, dass du viel Praxiserfahrung sammelst, damit du auf deinen zukünftigen Berufsalltag vorbereitet bist und genau weißt, wie du was am besten tust. Daher vereinen unsere Ausbildungsgänge auch Theorie und Praxis. Anstatt eines zu favorisieren, ergänzen sie sich, bauen aufeinander auf und gehen Hand in Hand.

Julia Voß, die Fachleitung der Pflege an der bunta, steht gemeinsam mit zwei angehenden Pflegefachfrauen im Pflegekabinett der Schule. Auf dem Tisch stehen mehrere Flaschen Kochsalzlösungen. Julia erklärt den beiden Auszubildenden etwas zur richtigen Nutzung der Lösungen. Die Auszubildenden schauen gespannt auf ihre Hände.

Unsere Lernorte 

Die Kombination aus Theorie und Praxis wird an und in der gesamten Schule gelebt. So erwarten dich nicht nur diverse Klassenräume, sondern auch sogenannte Handwerksräume und Skills Labs, darunter: ein Anatomiekabinett, ein Pflegezimmer, ein Musikraum sowie mehrere Handwerksräume für beispielsweise die Ergotherapie. Alle Räume sind voll ausgestattet. Von Krankenhausbetten bis hin zu Brennöfen und Sägen ist alles dabei.

In diesen Handwerksräumen und Skills Labs übst du gemeinsam mit deiner Lehrkraft und deinen Mitschüler*innen. Das, was ihr zuvor in der Theorie besprochen habt, könnt ihr direkt und vor allem gemeinsam umsetzen und erproben.

Auch können wir dir so die ersten Grundlagen vermitteln, bevor du echte Berufsrealität in deinen Praktika erlebst. In allen Ausbildungsgängen sind mehrere Praktika vorgesehen. Diese sind perfekt, um zum Beispiel:

  • deinen zukünftigen Berufsalltag mit all seinen Aufgaben, Freuden und Herausforderungen kennenzulernen,
  • in verschiedene Einrichtungen und Bereiche reinzuschnuppern und herauszufinden, was am besten zu dir passt,
  • wertvolle Erfahrungen zu sammeln und Skills zu lernen,
  • neue Kontakte zu knüpfen sowie
  • dein Wissen zu erproben und zu optimieren.

Der Theorieunterricht findet natürlich wieder bei uns in der bunta statt. Das bedeutet aber nicht, dass du den gesamten Schultag auf deinem Platz verbringst. Dich erwartet eine bunte Mischung aus Projektarbeiten innerhaus sowie außerhalb, Ausflügen, multimedialer Unterricht undundund…Unsere Lehrkräfte arbeiten mit einer großen Methodenvielfalt, um dir das theoretische Wissen so anschaulich wie möglich zu vermitteln.

Die angehenden Ergotherapeuten und Ergotherapeuten der Klasse ERT24 der bunta stehen auf einem Platz vor einem Sanitätshaus in Rostock. Einige von ihnen sitzen zur Übung in Rollstühlen. Ein Mitarbeiter des Sanitätshauses erklärt zwei Schülerinnen, wie sie den Rollstuhl richtig einstellen.

Unser Warum

Natürlich gibt es auch mehr als nur einen Grund, warum wir unsere Ausbildungen so konzipiert haben. Hier sind 6 gute Gründe, warum eine Theorie-Praxis-Verknüpfung deine neue Erfolgskombi wird:

1. Nächste Station: Gedächtnis

Schon Konfuzius war der Auffassung: „Sage es mir, und ich vergesse es; zeige es mir, und ich werde mich erinnern; laß es mich tun, und ich behalte es.“ Viele Studien haben bewiesen, dass Inhalte besser im Gedächtnis bleiben, wenn diese tatsächlich durchgeführt werden. Das liegt unter anderem daran, dass wir nicht nur passiv etwas erfahren, sondern aktiv das zu Lernende erleben. Es werden mehrere unserer Sinne beansprucht und unser Hirn kann verschiedene Verbindungen herstellen. Wiederholen wir das zu Lernende nun regelmäßig, werden die Inhalte im Langzeitgedächtnis abgespeichert. „Learning by doing“ bekommt hier nochmal eine zusätzliche Bedeutung.

(Quellen zum Nachlesen: Sage es mir, und ich vergesse es; zeige es mir, und ich werde…
Frontiers | Memory Recall After “Learning by Doing” and “Learning by Viewing”: Boundary Conditions of an Enactment Benefit)

2. Übung macht Meister*innen

Lernst du etwas theoretisch, kannst du es nachvollziehen. Aber kannst du es dann auch direkt und richtig anwenden? Oftmals ist das nicht der Fall. Ein beliebtes Beispiel dafür ist die Erste Hilfe. In der Theorie wissen wir über die Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzdruckmassage Bescheid. Doch während wir sie das erste Mal durchführen, stoßen wir erst auf die wichtigen Feinheiten und Herausforderungen: Stimmt der Rhythmus? Der Kraftaufwand? Die Haltung? Auch die eigenen Emotionen spielen hierbei eine Rolle. Wenn du in deinem Beruf mit einer Situation konfrontiert wirst, die du bereits erlebt und durchgespielt hast, bist du viel weniger nervös. Du bist sicherer, agierst kompetent und vertraust dir und deinen Fähigkeiten.

3. Zusammen lernen und lehren

Apropos Üben: Wie du bereits erfahren hast, wirst du bereits bei uns in der Schule praktisch tätig. Das ist eine super Möglichkeit, um Fehler in einem geschützten Raum zu machen. Du und deine Mitschüler*innen lernt von und miteinander und werdet dabei von euren Lehrkräften unterstützt. Du hast die Chance, dir direkt Feedback einzuholen sowie all deine Fragen zu stellen, die währenddessen in dir aufkommen.

4. Mehr als nur ein Skill

Bei so viel Übung und Einsatz sind wir uns sicher, dass du selbstbewusst in dein Berufsleben starten wirst. Wir hoffen aber, dass du noch mehr aus deiner Ausbildung mitnimmst. Durch die Mischung aus Theorie und Praxis erwirbst du praktische Handlungskompetenzen, übst aber auch dein selbstständiges und analytisches Denken. Außerdem baust du wichtige „Soft Skills“ aus, wie zum Beispiel Team- und Kommunikationsfähigkeit, Selbstständigkeit, Empathie, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein.

5. Ein bisschen Spaß muss sein

Seien wir mal ehrlich: Eine Ausbildung ist nicht 24/7 Friede, Freude und Eierkuchen. Prüfungsphasen können anstrengend und aufregend sein, nicht jedes Thema wächst einem ans Herz…Irgendwann darf dir auch mal der Kopf rauchen. Es wird dir allerdings viel leichter fallen, langfristig motiviert zu bleiben, wenn du erkennst, wie nützlich das theoretische Wissen in deinem Berufsalltag ist. Immer wieder zu sehen, warum es so wichtig ist, zu lernen sowie Ergebnisse und Fortschritte zu bemerken, ist sehr belohnend – und macht auch einfach Spaß.

6. Wiesoweshalbwarum

Vielleicht fragst du dich aber trotzdem: Warum brauche ich denn die Theorie, wenn ich alles praktisch erlernen kann? Ganz einfach: Du weißt dann, was du warum, wann, wo und wie am besten bei wem anwendest. Oder kurz: Die Praxis gibt dir zwar das Wie, aber die Theorie das Warum. Bei uns werden dir theoretische Inhalte vermittelt, die aktuell und wissenschaftlich fundiert sind. Du bist also auf dem aktuellsten Wissenstand und verstehst deine Arbeit. So kannst du diese reflektieren, interdisziplinär mit anderen Akteur*innen agieren und qualitativ hochwertig arbeiten.

Wie du siehst, geht das eine nicht ohne das andere: Theorie und Praxis gehören zusammen, wie Rostock und das Meer. Das Endergebnis ist, dass du kompetent mit Hirn UND Hand in deinen zukünftigen Beruf startest.

 

Dir gefällt unsere Theorie-Praxis-Kombination und du möchtest mehr über eine Ausbildung bei uns an der bunta erfahren? Dann besuch gern unsere Website und finde heraus, ob wir die richtige Schule für dich sind. Einen Einblick in unseren Schulalltag bekommst du auch auf unserem Instagramaccount @bunta_rostock.

 

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Wir bieten Ausbildungsgänge in den Bereichen Gesundheit und Soziales an. Bei uns gilt: Mit Herz und Praxisnähe lernen und lehren. Diversität und Chancengleichheit leben.

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