BUNTA NEWS

So geht Schule?! – Projekt „Raus aus der Nische“

21.05.2025 | Bunta News

Jedes Jahr findet die sogenannte HEP-Aktionswoche statt – eine Woche, die sich dem Berufsfeld Heilerziehungspflege und ihren Akteur*innen widmet. Dieses Jahr fand die Aktionswoche vom 31. März bis zum 04. April unter dem Motto #OhneFachkräfteKeineTeilhabe statt.

Die bunta bietet u a. den Ausbildungsgang Heilerziehungspflege an. Dementsprechend liegt uns und unseren Auszubildenden viel an dieser Aktionswoche. Zur Feier dessen haben Klea und Laura, zwei unserer angehenden Heilerziehungspflegerinnen im 1. Ausbildungsjahr, ein Projekt gestartet: „Raus aus der Nische“.

Wir haben Klea und Laura gebeten, mehr über ihr Projekt und über dessen Gründe, Ziele und Ergebnisse zu erzählen. Wir wünschen euch viel Spaß damit!

Auf dem Bild ist ein Plakat zu sehen, das Klea und Laura selbst für ihr Projekt "Raus aus der Nische" erstellt haben. Auf diesem findet man verschiedene Informationen. Sie schreiben über sich, dass sie angehende Heilerziehungspflegerinnen aus der Klasse HEP24 an der bunta sind. Sie wollen die Bedeutung dieser Arbeit für die Gesellschaft und die betroffenen Personen sichtbar machen, da sie das Gefühl haben, dass die Heilerziehungspflege ein übersehener Bereich ist. Dies versuchen sich mit einem Flyer und einer Straßenumfrage zu ändern.

„Hallo liebe bunta blog-Community! Wir sind Klea und Laura aus der Klasse HEP24.
Wir haben uns dazu entschieden, das Projekt „Raus aus der Nische“ im Bereich der Heilerziehungspflege zu starten, weil wir die Bedeutung dieser Arbeit für die Gesellschaft und die betroffenen Menschen sichtbar machen wollen.
Heilerziehungspflege ist ein oft übersehener Bereich, der jedoch eine zentrale Rolle in der Unterstützung und Integration von Menschen mit besonderen Bedürfnissen spielt. Unsere Vorüberlegungen konzentrieren sich darauf, wie wir diese Sichtbarkeit und Wertschätzung dieser Profession erhöhen können. Aber von Anfang an…

Für unser Projekt „Raus aus der Nische“ haben wir eine Umfrage erstellt, die wir in der Öffentlichkeit mit verschiedenen Passant*innen unterschiedlicher Altersklassen durchgeführt haben. Die Umfrage enthielt verschiedene offene sowie geschlossene Fragen zum Berufsfeld Heilerziehungspflege und sollte uns dabei helfen, im Nachgang mit den Befragten ins Gespräch zu kommen. Unser Ziel war es hierbei, die Befragten über die Heilerziehungspflege aufzuklären und so das Bewusstsein für die Herausforderung und die Bedeutung dieser Profession zu schärfen.

Um die Umfrage effektiv zu kommunizieren, haben wir einen eigenen Flyer gestaltet, der alle wichtigen Informationen beinhaltete, wie z. B. Aufgabenbereiche, die Ziel- und Altersgruppe sowie Arbeitsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen. Auch war es uns wichtig, zu erwähnen, welche Qualifikationen und Abschlüsse für die Ausbildung benötigt werden und welche man nach abgeschlossener Ausbildung erhält. Schließlich befanden sich unter unseren Befragten auch Jugendliche und junge Erwachsene, die sich noch in der Berufsorientierung befinden und für die die Heilerziehungspflege besonders interessant sein könnte. So verbindet dieses Berufsfeld doch Soziales sowie Gesundheitsthemen.

Auf dem Bild sieht man den Flyer von Klea und Laura für ihr Projekt "Raus aus der Nische". Auf diesem befinden sich verschiedene Informationen zum Beruf Heilerziehungspflege.

Für uns als Auszubildende war die Umfrage sehr spannend und bereichernd, da wir Einblicke in ganz verschiedene Sichtweisen auf die Heilerziehungspflege bekommen haben. Nichtsdestotrotz haben uns die Ergebnisse auch erschrocken, da wir direkt mit der Tatsache konfrontiert wurden, wie wenig Leuten die Heilerziehungspflege ein Begriff ist und/oder mit wie vielen Vorurteilen sie behaftet ist. Umso schöner war es dann für uns festzustellen, dass sich die Befragten offen und interessiert auf das Thema eingelassen haben und dass unser Flyer ihnen helfen konnte, einen Berührungspunkt zu finden.

Unser Fazit ist also:

Unser Projekt „Raus aus der Nische“ hat gezeigt, dass der Begriff „Heilerziehungspflege“ in der Öffentlichkeit noch wenig bekannt ist. Viele der Befragten konnten nichts damit anfangen. Auch konnten wir feststellen, dass viele Vorurteile gegenüber der Heilerziehungspflege sowie Unsicherheiten gegenüber Menschen mit Behinderungen herrschen. Das deutet für uns ganz klar darauf hin, dass es wichtig ist, Aufklärung zu betreiben, Berührungspunkte zu schaffen und die Bekanntheit und das Verständnis für dieses Berufsfeld zu erhöhen.
Es ist entscheidend, die Arbeit von Heilerziehungspfleger*innen sichtbarer zu machen und über ihre vielfältige Arbeit zu informieren. Dies könnte u.a. durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, eine strategisch kluge Nutzung sozialer Medien und einer Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen geschehen.
„Raus aus der Nische“ hat uns wertvolle Erkenntnisse für unsere Ausbildung geliefert und ist für uns eine Bestätigung und eine Grundlage, um an weiteren Maßnahmen zu arbeiten und solche zu unterstützen, die das Berufsfeld stärken können.

Auf dem Foto ist ein Schülerplakat zu sehen. Es beinhaltet das Fazit von den beiden angehenden Heilerziehungspflegerinnen Klea und Laura von der bunta über ihr Projekt "Raus aus der Nische". Auf die Frage "Welche Aufgaben haben HEPs im beruflichen Alltag?" haben die Passanten und Passantinnen geantwortet: 1. die ganzheitliche Förderung der Gesundheit, 2. die Pflege von anderen Menschen und 3. die Förderung der persönlichen und sozialen Kompetenzen. Auf die Frage "Hatten Sie schon Berührungspunkte mit Menschen mit Behinderungen?" haben 88 Prozent der Passanten und Passantinnen mit Ja und 12 Prozent mit Nein geantwortet. Auf die Frage, wie eine Person mit einer Behinderung wahrgenommen wird, haben die Passanten und Passantinnen geantworten: 1. abstoßend, 2. als Außenseiter, 3. mit Angst, 4. als stark hilfsbedürftig, schwach und unselbstständig, 5. als nicht normal, 6. als komisch und 7. mit sichtbaren Einschränkungen.

Doch die Umfrage und der Flyer waren nicht unsere einzigen Mittel für „Raus aus der Nische“. Auch haben wir ein Plakat gestaltet, welches wir in unserer Schule, die bunta, ausgestellt haben. Auf diesem Plakat haben wir alles dokumentiert – einfach zu verstehen und mit den wichtigsten Infos. Darauf zu sehen sind unsere Grundideen und Anregungen für „Raus aus der Nische“ sowie dessen Planung, Durchführung, Ergebnisse und Reflexion. Wir hoffen dadurch auch unter unseren Mitauszubildenden weiter aufzuklären, Interesse hervorzurufen und auch interdisziplinäres Arbeiten zu fördern. Wir sind gespannt, was wir noch alles während unserer Ausbildung schaffen können.“

Vor einem rosa Hintergrund sind mehrere Hände von Männern und Frauen. Sie halten sich gegenseitig an den Händen. Die Atmosphäre wirkt motivierend, freundschaftlich und unterstützend. Das Bild zeugt von Zusammenhalt.

Vielen lieben Dank an Klea und Laura für ihre tolle Arbeit, ihr Engagement und ihre Zeit!
„Raus aus der Nische“ ist nicht nur eine tolle Idee, sondern auch eine super Grundlage für weitere Aktionen innerhalb und für die Heilerziehungspflege. Das Projekt wird von den beiden während ihrer Ausbildung noch weitergeführt. Wir sind schon sehr gespannt.

Liebe Leser*innen, ist euch die Heilerziehungspflege ein Begriff? Falls nein, könnt ihr euch sehr gern unsere Blogbeiträge zu unserem Ausbildungsgang Heilerziehungspflege durchlesen. In „Let’s talk about… – Heilerziehungspflege“ haben sowohl zwei Auszubildende, die nun ihren Abschluss machen, sowie ihr Klassenleiter spannende Einblicke gegeben.

Das reicht euch noch nicht und ihr wollt mehr über uns und unseren Ausbildungsgang Heilerziehungspflege erfahren? Dann besucht auch gern unsere Website oder schaut auf unserem Instagramaccount @bunta_rostock vorbei!

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