Auf unserem bunta Blog haben wir bereits darüber gesprochen, wie der ideale Umzug gelingt und warum Rostock sich perfekt als Wohn- und Ausbildungsort eignet. Nun wollen wir einen Blick auf Wohngemeinschaften werfen, oder kurz: WGs. Denn: Einige unserer Auszubildenden kommen nicht aus Rostock. Manche von ihnen, die in der Nähe wohnen, sind bei ihren Eltern geblieben. Andere wiederum haben sich für eine eigene Wohnung entschieden. Doch es gibt auch diejenigen, die in eine WG gezogen sind. Verständlich! Denn WGs sind für viele junge Menschen – ob Auszubildende oder Studierende – eine attraktive Möglichkeit, kostengünstiger und gleichzeitig selbstständiger zu wohnen. Das Leben in einer WG bringt dir einige Vorteile, beispielsweise:
- Geringere Kosten
Die Miete sowie Nebenkosten wie Strom, Internet oder Rundfunkbeitrag werden geteilt. Dadurch hast du am Ende mehr Geld übrig – ein großer Pluspunkt, gerade während der Ausbildung. - Gemeinschaft statt Alleinsein
In einer WG bist du selten allein. Gemeinsame Kochabende, Gespräche nach der Arbeit oder spontane Unternehmungen sorgen für Abwechslung und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Das ist besonders schön, wenn du neu in der Stadt bist. - Selbstständigkeit lernen
Eine WG ist oft der perfekte Mittelweg zwischen dem Elternhaus und der eigenen Wohnung. Du lernst, Verantwortung zu übernehmen, Kompromisse einzugehen und deinen Alltag eigenständig zu organisieren. - Neue Kontakte knüpfen
Durch Mitbewohner*innen entstehen schnell neue Freundschaften. Außerdem erweitert sich der eigene Bekanntenkreis ganz automatisch – ideal, um in Rostock anzukommen. - Flexibilität
WG-Zimmer sind häufig möbliert und mit kürzeren Kündigungsfristen verbunden. Das macht sie besonders attraktiv für Auszubildende, die sich zunächst ausprobieren, oder zeitlich flexibel bleiben möchten.
Die 10 goldenen WG-Regeln
Trotz all dieser Vorteile gibt es natürlich auch Herausforderungen. Diese lassen sich kaum vermeiden, wenn du mit anderen Personen zusammenlebst – ganz egal, ob es sich um Familienmitglieder, Freund*innen, Partner*innen, oder um völlig neue Menschen handelt.
Unterschiedliche Tagesabläufe, Vorstellungen von Ordnung oder Ruhezeiten können im WG-Alltag zu Reibungspunkten führen. Auch Themen wie Putzpläne, Einkäufe, oder Besuch müssen gemeinsam abgestimmt werden. Wichtig ist dabei vor allem eine offene und respektvolle Kommunikation. Wer Probleme frühzeitig anspricht und kompromissbereit bleibt, kann viele Konflikte vermeiden – und sorgt dafür, dass sich alle in der WG wohlfühlen.
Um dir dabei zu helfen, haben wir 10 goldene WG-Regeln zusammengestellt, die dich und deine WG-Mitglieder bei einem harmonisches Zusammenleben unterstützen.
1. Benutztes Geschirr = eigenes Geschirr
Wir haben uns von ein paar unserer Schüler*innen sagen lassen: Nichts sorgt schneller für Stress als ein Spülberg – gerade in stressigen Phasen voller Klausuren. Daher lautet die erste Regel: Was du benutzt, machst du sauber.
2. Ein Putzplan rettet Freundschaften
Apropos Sauberkeit: Bad, Küche, Müll herausbringen, Saugen…Da kommt so einiges zusammen. Einigt euch daher in eurer WG, wie ihr eure Wohnung bzw. eure Gemeinschaftsräume sauber halten wollt. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ihr könntet euch beispielsweise abwechseln und rotieren: Eine Woche übernimmst du die Küche und dein*e Mitbewohner*in das Bad – die nächste Woche ist es andersherum. Auch könnt ihr euch auf feste Aufgaben(bereiche) festlegen. Probiert aus, was für euch am besten funktioniert. Unser Tipp: Haltet euren Plan fest. So habt ihr immer einen Überblick, wisst um eure Aufgaben und könnt euch zur Not auch auf diese berufen, sollte mal etwas nicht so gut laufen.
3. Miteinander reden – simple as this
Versteh uns nicht falsch. Wir wissen, dass es Momente gibt, in denen „Kommunikation ist das A und O“ leichter gesagt ist als getan. Nichtsdestotrotz: Herausforderungen, Unsicherheiten, Bedürfnisse und Co. anzusprechen, ist unserer Erfahrung nach immer besser als zu schweigen. Denn so stauen sich selbst kleine Probleme auf und das Konfliktpotenzial wird immer größer. Besprecht euch dafür in Ruhe. Dafür eignen sich beispielsweise auch kleine WG-Meetings. So komisch das erst einmal klingen mag, aber so habt ihr einen extra dafür geschaffenen Raum.
4. Rücksicht ist sexy
Unser Unterricht an der bunta startet für gewöhnlich um 7:45 Uhr. Für die Lärchen unter uns ist das ideal – unsere Nachteulen brauchen vielleicht einen Kaffee mehr. Egal, in welche Kategorie du gehörst: Ein guter, gesunder Schlaf ist wichtig, um den Ausbildungstag erfolgreich zu bestreiten. Dazu gehört auch eine respektvolle Lautstärke. Das bedeutet natürlich nicht, dass du 24/7 auf Eierschalen laufen musst, aber besprecht euch in eurer WG und nehmt Rücksicht auf eure Mitbewohner*innen. Und sollte doch mal eine Party anstehen…Warum nicht?! Habt Spaß! Aber informiert eure Mitbewohner*innen in Voraus und bezieht sie mit ein. Ihr werdet es euch allen danken.
5. Mein, Dein und Unser: Lebensmittel und Co.
Gerade der Kühlschrank kann sich als Konfrontationsort entpuppen. Daher schlagen wir vor: Jede*r hat ihren und seinen Bereich in den Schränken und im Kühlschrank. So könnt ihr nicht verwechseln, was zu wem gehört. Grundlegend gilt: Wenn nicht anders kommuniziert, ist es nur fair, sich nicht die Lebensmittel ungefragt zu nehmen. Darunter leidet nicht nur das Budget, sondern auch das gegenseitige Vertrauen.
6. Besuch anmelden
Ein Anruf, eine kurze WhatsApp – in unserem digitalen Zeitalter ist es leicht, sich schnell zu erreichen. Solltest du also Besuch in die WG mitbringen wollen, schlagen wir vor: Schreib deinen WG-Mitgliedern. „Ich bringe heute jemanden mit“ – Das kann schön völlig reichen. So zeigt ihr euch gegenseitig Rücksichtnahme und verhindert gegebenenfalls sogar unangenehme Situationen.
7. Kosten fair teilen
Es gibt so einige Dinge, die alle in eurer WG nutzen werden, wie zum Beispiel Putzmittel, Salz, oder Müllbeutel. Damit es fair bleibt, könntet ihr entweder eine WG-Kasse eröffnen, in die ihr einzahlt, oder abwechselnd einkaufen. Auch hier hilft es enorm, eine gemeinsame Liste zu erstellen und so den Überblick zu behalten, wer wann was eingekauft und bezahlt hat. Größere Anschaffungen, die aus dem regulären WG-Alltag fallen, sollten auf jeden Fall abgesprochen sein.
8. Lebensphasen wahrnehmen – Prüfungen vs Ferien
Vielleicht haben deine Mitbewohner*innen und du den gleichen, oder einen ganz ähnlichen Alltag und ihr geht Hand in Hand durch die verschiedenen Phasen einer Ausbildung – vielleicht aber auch nicht. Daher ist es besonders wichtig, auf das richtige Timing zu achten. In stressigeren Phasen, die viel Konzentration, Disziplin und Organisation erfordern, darf es in eurer WG auch ruhiger zugehen. Gebt aufeinander Acht. Die Wochenenden und Ferien kommen zurück! Auch hier kann – ja, wir wiederholen uns – ein Plan helfen, zum Beispiel ein eigener WG-Terminkalender.
9. Privatsphäre respektieren
Unsere Liste neigt sich dem Ende zu. Daher stellen wir hier nun eine der wichtigsten Regeln auf: Tür zu = Klopfen. Die Privatsphäre gegenseitig zu respektieren, ist das Grundgerüst einer jeden guten WG. Die eigenen Zimmer sind kein Aufenthaltsraum. Ihr teilt so vieles miteinander, da ist ein Rückzugsort und eigener Safe Space goldwert. Respektiert ihr euch, schafft ihr Vertrauen, ein gesundes, funktionierendes Miteinander und Raum für Gemeinsamkeit. Apropos…
10. Gemeinsam Zeit verbringen
Die Zeit in einer WG kann zu den schönsten im Leben zählen. Daher möchten wir euch auch auf den Weg geben: Habt Spaß! Ob Filmabend, Kochen oder ein Spiel – gemeinsame Momente stärken die WG.
How I met my WG
Aber natürlich muss man auch erst einmal eine WG finden, mit der man das alles leben kann, richtig? Daher möchten wir dir selbstverständlich auch ein paar Anstöße und Ideen vorstellen, mit denen du deine zukünftige WG finden kannst.
- Online-Plattformen
- WG-Gesucht.de
- eBay Kleinanzeigen
- Facebookgruppen
- Immobilienscout
- verschiedene soziale Medien, wie zum Beispiel Instagram, oder Jodel
- Offline
- Schwarze Bretter an Schulen, Unis, Supermärkte und Cafés
- Vitamin B nutzen und auf die Netzwerke deiner Freund*innen, Mitschüler*innen und Co. zurückgreifen
Auch haben wir an der bunta einen hauseigenen Ausbildungsberater, der sich sehr gut mit den Themen Wohnen und vor allem Finanzierungsmöglichkeiten auskennt. Melde dich gerne per Mail, oder telefonisch für uns. Die Kontaktdaten findest du auf unserer Website.
Dir ist der persönliche Kontakt lieber? Dann melde dich gern zu unserem nächsten Infotag an! An unserem Infotag öffnen wir für dich unsere Türen und beraten dich vollumfänglich über eine Ausbildung an der bunta.
Wir empfehlen dir, dich online sowie offline umzuschauen. So „breiter“ dein Sichtfeld, umso größer deine Chancen. Was hierbei immer gilt, ist die Vorsicht: Achte auf die Seriosität deiner potenziellen Mitbewohner*innen. Typische Anzeichen für einen Betrug können unter anderem sein:
– Du wirst aufgefordert, Geld zu überweisen, bevor du die Wohnung gesehen und dich dafür entschieden hast.
– Dieselbe Wohnung ist in mehreren Städten verfügbar.
– Die Bewohner*innen weigern sich, zu telefonieren oder einen Video-Call zu machen.
Hast du eine potenzielle WG gefunden, werden sie dich zu einer Besichtigung einladen. Nimm dir dafür auch gern eine Person mit, der du vertraust. Das ist in der Regel kein Problem.
Viele WGs wählen ihre Mitbewohner*innen nach Sympathie und Kompatibilität. Was einen guten ersten Eindruck verschafft, ist:
– zeitnahes Antworten und zuverlässige Planung im Voraus
– Pünktlichkeit am Besichtigungstag
– ehrliches Interesse (Stell ihnen all deine Fragen – von Putzplan bis Kosten und Kündigungsfrist)
– eine kurze Bewerbung mit deinen Eckdaten (Name, Alter, wie lange du dort wohnen willst, wie du im Alltag so tickst, Ausbildung/Beruf…)
Am Ende ist es wichtig, dass sich alle Parteien miteinander wohlfühlen. Hör auf dein Bauchgefühl! Dieses ist ebenso wichtig wie die Wohnkosten und weitere Faktoren.
Wenn alles für dich und euch stimmt und du deine WG gefunden hast, darf es an den Umzug gehen.
Lies dir dafür auch gern unseren Blogbeitrag „Ersti –Guide – Episode 3: How to Umzug“. Hier erfährst du im Detail, wie dir ein idealer Umzug gelingt, inklusive Checkliste. Du willst auch mehr über Rostock als deinen potenziellen Wohn- und Ausbildungsort erfahren? Dann klick dich gern durch unseren Blogbeitrag „Ersti-Guide – Episode 5: Willkommen in Rostock
Abschließend können wir dir versichern: WGs sind Orte zum Lachen, Lernen und Leben. Mit ein paar klaren Regeln und gegenseitiger Rücksicht wird deine WG-Zeit nicht nur stressfrei, sondern richtig schön.
Du möchtest mehr über die bunta und unsere Ausbildungsgänge erfahren? Dann besuch gern unsere Website! Auch auf Instagram sind wir sehr aktiv! Schau dir unseren Account @bunta_rostock an und gewinne einen ersten Eindruck von unserer Schule und unserer Gemeinschaft.


