Trends kommen und gehen. Und kommen wieder zurück. Nur, dass sie früher nicht „Trends“ hießen, sondern einfach Alltag waren. Beispiel dazu: Erinnert ihr euch, liebe Leserinnen und Leser, noch an die Zeit, als sogenannte „One Pot“-Gerichte viral gingen? Nun ja – im Grunde sind diese nichts Anderes als Eintöpfe. Genau die, die viele von uns von Omma und Oppa kennen.
Genauso verhält es sich mit dem, was heute „Meal Prep“ genannt wird: Essen für die nächsten Tage vorbereiten. Was früher aus Notwendigkeit, Sparsamkeit, oder Zeitmangel entstand, wird heute neu verpackt, benannt und vermarktet. Der Unterschied ist oft weniger das Was als das Wie wir darüber sprechen.
So oder so: Essen vorzubereiten ist schon längst kein „hübscher“ Trend mehr. Mealprep ist gerade für Schüler*innen, Azubis und Studierende oftmals ein echter Lebensretter.
Viele unserer Erstis sind für ihre Ausbildung an der bunta in ihre erste eigene Wohnung, oder auch in eine WG gezogen. Sie merken schnell: Kochen kostet Zeit, Planung – und Geld. Mealprep ist ideal, um die eigenen Finanzen im Überblick zu behalten, bewusst einzukaufen und Zeit zu sparen.
Wir haben für diesen Blogartikel in unserer Schulgemeinschaft nachgefragt, ob sie Mealprep regelmäßig machen. Tatsächlich hält sich die Waage: Die eine Hälfte hat Mealprep ganz fest in ihren Alltag etabliert, die andere Hälfte allerdings nicht. Die Gründe, die am häufigsten dafür genannt wurden, waren: Fehlende Inspiration und Startschwierigkeiten aka „Wie gehe ich das denn überhaupt an?“.
Unter diesem Gesichtspunkt möchten wir euch in unserer neuesten Ausgabe unseres Ersti-Guides Mealprep näherbringen, inklusive Anleitung, Rezeptideen und Tipps und Tricks.
Warum Mealprep für Auszubildende ideal ist
Wie wir es bereits angesprochen haben, hat Mealprep diverse Vorteile, darunter:
- Es ist günstiger als jeden Tag einzeln zu kochen.
- Ihr habt weniger Alltagsstress, da Entscheidungen wegfallen.
- Ihr spart enorm an Zeit. Hier ist die Formel: 1x kochen = 3-4x essen.
- Es ist gesünder, da ihr weniger Fertiggerichte konsumiert.
- Ihr verbessert eure Skills in der Küche.
- Und auch verschwendet ihr wahrscheinlich weniger Lebensmittel.
Das Starter-Kit
Tatsächlich braucht ihr auch gar nicht viel, um leckere Gerichte vorzukochen. Die Basics reichen völlig aus.
- Reis, Nudeln, Couscous
- Rote Linsen, Kichererbsen, Bohnen
- Passierte Tomaten, Tomatenmark, Kokosmilch
- Zwiebeln, Knoblauch
- TK-Gemüse (Hinweis: Dieses ist tatsächlich genauso vitaminreich wie „frisches“ Gemüse und oftmals billiger.)
- Öl, Grundgewürze, wie zum Beispiel Salz, Pfeffer, Paprika
Was dann noch hinzukommt, sind eure individuellen Wünsche. Bei aller Planung und Struktur: Vielseitigkeit ist wichtig. Schließlich soll euch das Kochen und Essen auch Spaß machen!
Unser Tipp: Solltet ihr in einer WG leben, kann sich auch ein gemeinsamer Einkauf mit den Mitbewohner*innen lohnen, da Großpackungen oft deutlich günstiger sind.
Money, Money, Money…
Apropos „günstiger“. Abgesehen vom Zeitersparnis, ist es vor allem der Kostenaspekt, der – gerade für Auszubildende – ausschlaggebend für Mealprep ist. Wir haben euch ein paar Tipps und Tricks zusammengefasst, wie euer Sparschwein entspannt und gut gelaunt bleibt:
- Selbstverständlich könnt ihr frei entscheiden, wo ihr euren Einkauf tätigen wollt. Aber natürlich gibt es Supermärkte und Discounter, die allgemeinhin günstigere Produkte im Sortiment Hier ist es hilfreich, sich die Zeit einmal zu nehmen und die Preise zu vergleichen. So oder so gilt in den meisten Fällen: Die Eigenmarken der Supermärkte sind oftmals viel billiger als die Markenprodukte – aber nicht weniger qualitativ.
- Sicher kennt ihr die guten, alten Prospekte, die jeden Sonntag im Briefkasten auf euch warten. Fast schon „altmodisch“ werden sie von vielen jungen Leuten belächelt, dabei sind diese eine 1a-Sparmöglichkeit! Hier seht ihr die Angebote eines Supermarktes und Discounters und könnt ganz gezielt Schnäppchen Auch sind diese eine super Inspirationsquelle, um zu überlegen, was man die Woche kochen könnte.
- Ähnlich wie die Prospekte sind auch Coupons und Rabatte nicht zu verachten! Mittlerweile gibt es sogar eigene Apps dafür – ob ganz allgemeingültig, oder speziell von einem Supermarkt und Discounter. Hier könnt ihr auch nochmal ordentlich sparen.
- Sogenannte „Rettertüten“ sind eine Bereicherung auf vielen Ebenen! In solche Tüten legen Mitarbeitende oftmals Lebensmittel, die entweder nicht verkauft worden und bald ablaufen, oder eine Mangel aufweisen. Wenn wir sagen „Mangel“, dann meinen wir nicht den Verlust von Qualität. Oftmals ist dann beispielsweise eine Gurke einfach zu klein, oder zu verkrümmt geformt. Die Lebensmittel sind noch immer frisch und genießbar, aber im Preis dennoch deutlich günstiger. Werft also gern mal einen Blick in solche Tüten! Ganz nebenbei sorgt ihr dadurch auch für weniger Lebensmittelverschwendung und zeigt einen bewussten und nachhaltigen Konsum.
- Apropos „bewusst und nachhaltig“. Auch Wochenmärkte sollte man nicht unterschätzen. Viele Stände bieten nicht nur regionale und saisonale Lebensmittel an – sie verkaufen auch größere Mengen für einen günstigeren Preis. Bei uns in Rostock finden solche Wochenmärkte regelmäßig meist am Neuen Markt, oder auch am Doberaner Platz statt.
How to: Mealprep
Nachdem wir über die Finanzen gesprochen haben, wird es nun Zeit für eine einfache Checkliste. Hier ist Mealprep in fünf einfachen Schritten:
- Tupperdosen organisieren, in denen ihr euer Essen lagern könnt.
- Ein paar Gerichte auswählen, die euch schmecken.
- Eine Einkaufsliste schreiben und dabei auch die Angebote und Co. checken.
- Einen festen Termin zum Vorkochen legen, wie zum Beispiel Sonntag.
- Ein bis zwei Stunden zum Kochen einplanen.
Unser Tipp: Sollte Kochen euch noch langweilen, oder anstrengen, sind Podcasts und Musik echte Gamechanger. Sucht euch etwas raus, das euch Freude macht und euch dabei hilft, entspannt zu kochen.
- Das Essen in die Tupperdosen und Boxen für die einzelnen Tage portionieren. Hier ist es auch sehr wichtig, dass ihr die Boxen mit einem Datum beschriftet, damit ihr genau wisst, welches Essen ihr bis wann aufgebraucht haben solltet.
- Das Essen kühl lagern, oder – je nach Gericht – einfrieren.
Die Angst vorm Kochen
Wahrscheinlich gibt es auch ein paar unter euch, die von sich selbst behaupten: Ich kann nicht (gut) kochen. Wir können euch beruhigen und euch versichern: So schwer ist es nicht – vor allem die Basics. Kochen ist vor allem Übung, Ausprobieren und „Trial by Error“. Das erleben auch immer wieder unsere eigenen Auszubildenden.
Wir an der bunta bieten diverse Ausbildungsgänge in den Bereichen Gesundheit und Soziales an, darunter beispielsweise die Kinderpflege. (Links einfügen)
Kinderpfleger*innen helfen unseren jüngsten Erdenbewohner*innen dabei, gesund und fröhlich aufzuwachsen und unterstützen das pädagogische Fachpersonal im Kitalltag. Von Zähne putzen über Schuhe zu binden bis hin zu Konflikte lösen – Kinderpfleger*innen sind ganz nah an den Kindern. Dazu gehört auch, dass sie sich mit gesunder Ernährung auskennen und diese den Kindern näherbringen.
Daher üben unsere angehenden Kinderpfleger*innen auch das Kochen. Gemeinsam mit ihren Mitschüler*innen und ihrer Lehrkraft erstellen sie altersgerechte und gesunde Essenspläne und bereiten Mahlzeiten in unserer hauseigenen Lehrküche zu. Wir haben einige Schüler*innen, die so das Kochen für sich entdeckt haben – für sich und für andere sowie gesund, gut organisiert und mit einfachen Mitteln. Das nennen wir: nachhaltige Praxis.
Du interessierst dich für unseren Ausbildungsgang Kinderpflege? Dann lies dir gern unsere Blogbeiträge „Let’s talk about…Kinderpflege“ durch. Besuch natürlich auch gern unsere Website – hier findest du alle wichtigen Informationen auf einen Blick!
Unsere 5 besten Mealprep-Rezepte für Erstis
Wie versprochen, möchten wir euch auch ein paar Rezepte mit auf den Weg geben. Auch dafür haben wir wieder in unserer Schulgemeinschaft herumgefragt und ein Best-of zusammengestellt. Die folgenden Gerichte sind günstig, gelingen „so gut wie immer“ (Zitat einer Lehrkraft Ende) und sind perfekt für Unterrichts- und Praktikumstage.
1) Veganes Linsen-Kokos-Curry: Sättigend, gesund und gefriert problemlos
4–5 Portionen | ca. 6–7 €
Zutaten:
– 250 g rote Linsen
– 1 Dose Kokosmilch
– 500 g TK-Gemüse
– 1 Zwiebel
– 2 Knoblauchzehen
– Curry, Salz, Pfeffer
– Öl, Wasser
Zubereitung:
- Zwiebel und Knoblauch anbraten
- Curry kurz anrösten
- Linsen, Kokosmilch, TK-Gemüse und Wasser dazugeben
- 12–15 min köcheln lassen
- Abschmecken und portionieren
2) Pasta Mediterran: Wie vom Italiener – nur günstiger
4 Portionen | ca. 4–5 €
Zutaten:
– 500 g Pasta
– 1 Zucchini
– 1 Paprika
– 1 Dose gehackte Tomaten
– Oregano, Salz, Pfeffer
Zubereitung:
- Pasta kochen
- Gemüse anbraten
- Tomaten und Oregano zugeben
- Pasta unterheben, würzen, abfüllen
3) Ofengemüse-Blech mit Joghurt-Dip: Alles auf einem Blech aka kaum Aufwand, kaum Abwasch
3–4 Portionen | ca. 5–6 €
Zutaten:
– 1 kg Kartoffeln
– Möhren
– Zwiebeln
– Kichererbsen
– Öl
– Paprika, Kräuter
Dip: Naturjoghurt + Knoblauch
Zubereitung:
- Gemüse schneiden, mit Öl und Gewürzen mischen
- 35–40 Min. bei 200°C backen
- Mit Dip portionieren
4) Chili sin Carne: Herzenswärmer und perfekt zum Einfrieren
5 Portionen | ca. 6–7 €
Zutaten:
– Kidneybohnen
– Mais
– Passierte Tomaten
– Zwiebel
– Paprika, Salz, Chili, Pfeffer
– Reis
Zubereitung:
- Zwiebel anbraten
- Bohnen, Mais und Tomaten zugeben
- Würzen, 10 Min. köcheln lassen
- Mit Reis portionieren
5) Overnight Oats: Das einfachste Frühstück für den schnellen Morgen
3 Portionen | ca. 2–3 €
Zutaten:
– Haferflocken
– Milch, oder Pflanzendrink
– Joghurt
– TK-Beeren
– Honig
Zubereitung:
1. Alles verrühren und in Gläser füllen
2. Über Nacht kaltstellen.
Abgesehen davon können wir euch auch noch folgende „Mealprep to Go“-Ideen empfehlen. Hierbei handelt es sich um Snacks – einfach und perfekt für zwischendurch:
- Wraps mit Frischkäse und Gemüse
- Joghurt mit TK-Beeren und Haferflocken
- Sandwiches, Pfannen und Bowls mit übriggebliebenen Lebensmitteln
Unser Fazit
Mealprep ist eine echte Hilfe für alle, die zum ersten Mal auf eigenen Beinen stehen und ein Budget haben und auf ihre Finanzen achten möchten. Es ist aber auch ideal, um Zeit zu sparen und nachhaltig und bewusst einzukaufen und zu essen. Mit wenig Geld, wenig Zeit und ein paar guten Basiszutaten könnt ihr jede Woche leckere Gerichte vorbereiten. Das macht nicht nur Freude, es ist auch perfekt für Schule und Ausbildung.
Du möchtest mehr über die bunta erfahren? Dann besuch gern unsere Website und klick dich durch unseren Instagramaccount @bunta_rostock. Hier geben wir dir echte Einblicke in unseren bunten Schulalltag!


